Zeitqualität

Zeitqualität für die 15. Woche 2020  6 - 12. April 2020

Der Mars war in den letzten zwei Wochen präsent. Am 20. März bildete er eine Konjunktion zu Jupiter, am 23. zu Pluto und am 31. zu Saturn. Damit klapperte er die Hauptakteure dieser Zeit ab und aktivierte sie. Alle drei sind jene Planeten, die dieses Jahr eine wichtige Rolle spielen, da sie untereinander mehrere Konjunktionen bilden. Mars triggerte alle drei nacheinander an und aktivierte ihre Themen: Bewusstsein, Erneuerung und Strukturwandel. In dieser Woche weicht Mars ab und bildet am Dienstag ein Quadrat zu Uranus, der nicht direkt an den Wandelereignissen beteiligt ist, generell aber für Umbrüche, Veränderungen und das Thema Transformation steht. Seit er durch das Zeichen Stier wandert, bildet er den derzeitigen Wandel der Materie ab. Die Materie wird derzeit transformiert, weshalb sie auch so instabil und löchrig geworden ist, was wir an Sinklöchern und anderen Ereignissen des Strukturzerfalls erkennen können. Aber auch unser eigener Bezug zur Materie verändert sich. Wir durchlaufen eine Transformation unseres physischen Körpers und auch unser Bewusstssein gegenüber allen materiellen Dingen verändert sich, da das materielle Zeitalter zuende geht. Weil Uranus also die derzeitige Transformation repräsentiert, wirkt die Aspektierung durch Mars federführend. Denn nach den letzten drei Durchgängen (Jupiter - Pluto -Saturn) wird nun ein gewisses Freiheits- und Befreiungsbewusstsein spürbar. Wir wollen raus aus dem Alten, gerade jetzt, wo die Corona-Krise uns so festzuhalten versucht. Betroffen von diesen Befreiungsimpulsen sind China, Großbritannien, Deutschland, Spanien, Belgien und die FED. Da Mars jedoch immer nur vorübergehenden Einfluss hat, handelt es sich nur um kurzfristige Impulse, die von ihm gesetzt werden. Er tut das aber innerhalb eines wichtigen Zeitfensters.

Am Mittwoch haben wir Vollmond, der im Zeichen der Transformation stattfindet und einen Bezug zum Impulsgeber Mars hat. Die Zeichen stehen auf Veränderung, es können unbewusste oder nicht erwartete Geschehnisse eintreffen, die Auswirkungen auf die materielle Ebene haben und uns Einblick hinter die Kulissen ermöglichen. Am gleichen Tag bilden Merkur und Jupiter ein Sextil miteinander, was letzteres noch unterstützt.

Denn letzten Sonntag kam es zur zweiten großen Konjunktion dieses Jahres. Nach der ersten vom 12. Januar (Saturn-Pluto) bildeten jetzt Jupiter und Pluto eine Konjunktion - ihre erste, denn die beiden treffen sich bis zum November dreimal. Ist mit der ersten Konjunktion am 12. Januar also der Struktur- und Wertewandel in Gang und das Wirtschaftsrad zum Erliegen gekommen, kommt nun ein Bewusstsseinsschub, der aus dem folgt, was wir in den letzten drei Monaten erlebt haben, und der - schon ganz zwangsläufig - das bisherige Verhalten, welches auf Gier und Profit ausgelegt war - beendet. Denn durch die Corona-Krise ist es den Global Playern nicht mehr möglich, so weiterzumachen wie bisher. Gleichzeitig schenkt uns Jupiter einen Ausgleich zu dem, was uns mit Saturn verlorengeht. Das sehen wir beispielsweise an der Auszeit, die viele gerade dankbar als entschleunigenden Aspekt in ihrem Leben wahrnehmen - trotz der drohenden wirtschaftlichen Verluste. Zwei Wege zeigen sich uns jetzt, die von uns eine Wahl hinsichtlich der Priorität fordern. Verhaltensregeln nehmen jetzt in der Corona-Krise an Bedeutung zu. Und auch in der jeweiligen Stellung, in der sich jeder befindet, ergeben sich neue Fragen rund um Verhaltensweisen, Regeln und soziale Sichtweisen, aber auch Fragen moralischer Art und in Sachen Nachhaltigkeit. Mit Jupiter-Pluto sind wir zur Einsichtnahme aufgefordert und müssen unseren Glauben überprüfen, unsere Wahrhaftigkeit und Authentizität. Angesichts der derzeit ablaufenden Ereignisse sind wir aufgefordert, die Dinge zu hinterfragen: Was passiert gerade im Hintergrund? Steckt hinter der Corona-Krise etwas anderes als wir glauben? In einigen Fällen stürzen hier gerade Kulissen in sich zusammen, weil die Lüge oder die Illusion nicht länger aufrechterhalten werden kann. Weltbilder können sich jetzt also ändern. Lässt man eine Änderung zu oder hält man an der eigenen bisherigen Macht fest, sind Fragen, die sich stellen. Während Saturn im Januar also die alte Ordnung beendete und den jetzigen Stillstand "verordnete", geht das Wandelgeschehen mit Jupiter eine Ebene höher in ein neues Bewusstsein. Demzufolge kann es zu mehr Verständnis, Verständigung (auch zwischen den Völkern), zur Horizonterweiterung und einem anderen, neuen Blick auf Wachstum kommen. Jupiter, der für das Großartige, aber auch Ausufernde steht, zeigt uns, wohin uns das grenzenlose Wachstum auf der materiellen Ebene gebracht hat und schenkt uns nun die Möglichkeit, das versäumte kollektiv-geistige Wachstum nachzuholen und damit etwas auszugleichen, damit wieder eine gesunde Balance geschaffen wird. Das gilt für die Umwelt, den Ressourcenmißbrauch, für das Gebaren in der Politik, den Größenwahn der Pharmaindustrie, die ausufernden Gewinnmargen bei Managern und Konzernen und die Gier der Banken und Finanzinstitute.

Lilith und Chiron, die noch immer in Konjunktion stehen, symbolisieren einen Teil der derzeitigen Corona-Krise, da es um Gesundheit (Chiron) und Abwehr sowie ums Überleben (Lilith) geht. Darüber habe ich bereits in den letzten zwei Wochenberichten geschrieben. Seelisch gesehen ist es eine Heilungskrise, in der wir uns befinden, und die uns die Chance gibt, tiefe Wunden und Verletzlichkeiten zu erkennen und zu heilen. Doch die Corona-Krise wird auch von Pluto und Saturn repräsentiert, da die beiden zum Ausbruch in China ihre Konjunktion eingingen. Durch die Saturn-Pluto-Konstellation wurde ein Zerfall des Alten eingeläutet. Es geht jetzt an die Substanz und um Transformation. Es geht außerdem weg vom Turbokapitalismus und hin zu einem neuen Wetbewusstsein. Durch die Corona-Krise werden wir in unserem Konsum eingeschränkt und müssen uns auf das Wesentliche reduzieren. Je länger die Beschränkungen anhalten, umso größer werden nicht nur die Risiken sein, irgendwann nicht mehr alles bekommen zu können, sondern auch dass Konzerne, Unternehmen und Banken vor dem Aus stehen. Das, was an Kapitalismus und Gier im Jahr 1982 begann, als es zur letzten Dreifach-Konjunktion kam, kommt nun zu einem Ende. Es muss so sein, weil ein alter Zyklus zuende geht und etwas Neues beginnt. Saturn, Sinnbild für die alten Strukturen, verwandelt durch Pluto die Ordnung der Gesellschaft und reduziert alle Tätigkeiten auf das Minimum, um eine Erneuerung zulassen zu können. Pluto stellt den Schatten dar, vor allem den Schatten, der sich in Form der Dunkelkräfte auf der Welt ausgebreitet und unser aller Leben manipuliert hat - etwas, das wir allmählich beginnen zu erkennen. Pluto ist auch die Angst, die uns manipulierbar und beeinflussbar macht, und aus der wir uns befreien müssen. Und er symboliert den Druck, der die letzten Jahrzehnte auf unserer Gesellschaft lag und die Spannung immer mehr vergrößerte, bis sie nicht mehr auszuhalten war. An diesem Punkt kam die Corona-Krise und ließ ein wenig Druck aus dem Kessel - zumindest bei jenen Aspekten des Lebens, die einem natürlichen Entwicklungsprozess unterliegen, bei allen menschlichen Dingen zum Beispiel. Bei allem anderen erhöhte sich der Druck, verbunden mit Angst - vor Ansteckung, vor dem Tod, vor wirtschaftlichem Ruin. Die plutonisch-saturnische Signatur der Corona-Krise trennt und verbindet, d.h. Kontaktsperre, Quarantäne, Grenzschließung, aber auch Miteinander im Kampf gegen einen gemeinsamen Feind.

Sonntag bildet Merkur ein Spannungsquadrat zur Mondknotenachse. Da Merkur ein Schnellläufer, um nicht zu sagen, der schnellste Planet ist, hält dieser Aspekt nicht lange vor. Aber er zeigt, dass die Erkenntnisse und das Wissen, welches wir in dieser Woche im Nachklang zur Jupiter-Pluto-Konjunktion, erhalten, im Widerspruch zu dem stehen, was in der Gesellschaft passiert. Merkur, der gerade einen Tag zuvor ins Zeichen Widder gewandert ist und damit die "kosmische Spalte" übersprungen hat (die Grenze zwischen dem letzten Zeichen Fische und dem ersten Zeichen Widder) und zeitgleich ein Sextil zum Saturn gebildet hat, fungiert hier als Botschafter zwischen den Welten, der uns Einblick in das, was war und was sein wird, gibt. Nichts anderes stellt auch die Mondknotenachse dar, mit der er am Sonntag Kontakt aufnimmt: Sie ist eine Achse zwischen Vergangenheit und Zukunft, gleich einer Zeitlinie.

China hat weiterhin mit seiner Volksgesundheit zu tun. Hier zeichnen sich Notwendigkeiten ab, aber auch eine Besserung. In der Schweiz wie auch in Großbritannien ist erkennbar, dass die Menschen es weiterhin mit Infekten und Toden zu tun haben. Mitte bis Ende der Woche schöpft die Schweiz aber Hoffnung. Italiens Gesellschaft leidet noch immer unter der Pandemie. Nordkorea trotzt dagegen der Krankheit und ist auf dem Weg der Besserung. Der Euro macht Verlust, während die FED auf einen Umbruch zusteuert, der jetzt angetriggert wird. Syrien erlebt Ende der Woche einen Angriff oder eine Ausdehnung der Krankheit. Und Julian Assange erhält die Chance, zu Wort zu kommen.

Sternenhimmel

Diese Woche gibt es am Sternenhimmel nicht viel zu sehen. Venus strahlt weiterhin hell am westlichen Abendhimmel; von den Plejaden hat sie sich inzwischen wieder entfernt. Am südöstlichen Morgenhimmel (5 Uhr etwa) kann man nach wie vor Jupiter, Saturn und Mars in einer Reihe sehen. Pluto gehört unsichtbar ebenfalls zu dieser Planetenreihe, ist aber zu weit weg, um ihn sehen zu können. Wenn sich der Mond nächste Woche zu der Planetenreihe dazugesellt, lässt sich diese noch besser erkennen. Am Dienstag ist der Mond in Erdnähe, und am Mittwoch ist um 3.35 Uhr Vollmond.

Mondkalender

Bis Dienstag haben wir noch zunehmenden Mond, eine Zeit, in der wir unsere Energie aufbauen und speichern. Noch ist es eine gute Zeit, um im Garten zu säen, da die zunehmende Mondphase die Pflanzzeit darstellt. Montag steht der Mond in Jungfrau; das ist eine gute Zeit, um zu pflanzen, zu säen, umzutopfen und Pflanzen einen neuen Platz zu geben. An Kräutern lassen sich jetzt gut Schafgarbe und Spitzwegerich aussäen. Zum Rasen säen ist es ebenfalls ein guter Tag. Gibt es etwas zu Bearbeiten, was Methodik, Logik und Analyse bedarf, so ist der Montag der richtige Tag dafür. Ansonsten gilt es, die Verdaungsorgane zu stärken. Soll eine Frisur länger ihre Form bewahren, so muss man sie bei Mond in Jungfrau schneiden (Montag). Dienstag wechselt der Mond ins Zeichen Waage. Jetzt lassen sich im Garten oder auf dem Balkon Blumen gut säen, aber auch Venus-Kräuter wie Frauenmantel, Gänseblümchen oder die Weiße Taubnessel. Alles, was man ausgleichen möchte, sollte an diesem Tag angegangen werden. Es ist aber auch ein guter Tag für die Kunst. Aufbauen sollte man Harnwege und Nieren. Am Mittwoch ist Vollmond in Waage. Der Garten sollte jetzt ruhen, aber es ist eine gute Zeit zum Düngen, da die Pflanzen auf dem Höhepunkt ihrer Aufnahmefähigkeit sind. Donnerstag und Freitag steht der nun abnehmende Mond im Skorpion. Die jetzt beginnende Zeit der Energieverausgabung und Aktivität lässt die Kraft der Pflanzen wieder abnehmen, welche sich ins Erdreich zurückzieht. Damit lassen sich jetzt Pflanzen aussäen, deren Wurzeln wir einmal ernten werden. Im Skorpion sind das alle Sorten von kopfendem Gemüse wie Kopfsalat und Kohl. Bei den Kräutern sei hier die Wilde Karde genannt. Der abnehmende Mond begünstigt die Entlastung, Entschlackung und Reinigung. Und an einem Wassertag wie Skorpion kann man den Gründonnerstag und den Karfreitag auch gut zum Pflanzengießen sowie Putzen, Fenster putzen und Wäschewaschen nutzen. Die Kraft geht an diesen zwei Tagen besonders in die Tiefe, vor allem geistig. Das setzt sich mit positiven Zukunftsgedanken am Samstag und Sonntag fort, wenn der Mond im Schützen steht. Es ist ebenfalls ein guter Zeitpunkt zum Fensterputzen, aber auch zum Rückschnitt von Pflanzen. An Kräutern kann man Löwenzahn aussäen, wenn man später seine Wurzeln ernten will. Vorsicht vor Rückenbeschwerden, wer dazu neigt.

Zusammengefasst besteht diese Woche ein enormes Potential dafür, Einblicke in Wissen und Erkenntnisse zu bekommen, die uns die Augen öffnen können, damit wir verstehen, was hinter den Kulissen passiert.